A+ A A-

Startseite

Für wen macht eigentlich dieser Hanns Eisler Musik?

Hanns Eisler war Schüler von Arnold Schönberg. Er schrieb seine Musik für Berliner Arbeiterchöre und die Filmindustrie von Hollywood, für avantgardistische Musikfeste und kommunistische Parteiveranstaltungen, für Radio, Bühne und Kabarett. Er komponierte bedeutende Klavier-, Kammer- und Orchestermusik, mehr als 500 Lieder und eine Nationalhymne …mehr  

EislerTag 2019 in Potsdam am 23.3.2019

 
© DSW, Wohnhaus Helene Weigel/Bertolt Brecht im Svendborger Exil

Die IHEG lädt zum EislerTag und der Mitgliederversammlung am 23. März 2019 ins Potsdam Museum/Forum für Kunst und Geschichte ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ernst Busch-Gesellschaft statt, die auch die Einladung des dänischen Schriftstellers und Film-Regisseurs Hans Christian Nørregaard aus Kopenhagen angeregt hat. Er wird über Bertolt Brechts Lyrikband „Svendborger Gedichte“ (1939) und deren abenteuerliche Editionsgeschichte referieren. Einige Gedichte fanden in der Vertonung von Hanns Eisler und in der Interpretation durch Ernst Busch weite Verbreitung. Nørregaard wird im Rahmen seines Vortrags Ausschnitte aus seinem 1998 als TV-Produktion entstandenen und in Deutschland bislang nicht gesendeten Dokumentarfilm „Unter dem Strohdach. Bertolt Brecht und Dänemark 1933–1939“ präsentieren. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zu einer Führung durch die neue Ausstellung des Museums „Umkämpfte Wege der Moderne. Geschichten aus Potsdam und Babelsberg 1914-1945“, die den EislerTag thematisch abrundet.

Weiterlesen: EislerTag 2019 in Potsdam am 23.3.2019

News

Ernste Gesänge - Klavierauszug von Tobias Faßhauer

Im Verlag Breitkopf & Härtel sind aktuell Hanns Eislers "Ernste Gesänge" in einer Klavierfassung von Tobias Faßhauer erschienen. Der Auszug ist nicht nur für den/die Sänger*in zum Einstudieren gedacht, sondern wurde ebenfalls für den öffentlichen Vortrag konzipiert.
... mehr

In Erinnerung an Wolfgang Hufschmidt

Ein Stück weißen Brotes…“ Zum Tode des Komponisten Wolfgang Hufschmidt Im Alter von 84 Jahren verstarb am 18. Juli in seiner Heimatstadt der Essener Komponist Wolfgang Hufschmidt. Als Rektor der Essener Folkwang-Hochschule und langjähriger Präsident der Internationalen Hanns-Eisler-Gesellschaft erwarb er sich bleibende Verdienste um die Entwicklung einer modernen Musikkultur, die gleichermaßen von sozialistischem Engagement wie von einer linken Befreiungstheologie im Sinne Dietrich Bonhoeffers, Martin Luther Kings und Camilo Torres‘ geprägt war. Als Pädagoge und Musikwissenschaftler setzte er sich maßgebend für Hanns Eisler ein, er war einer der Initiatoren und Förderer der neuen Hanns-Eisler-Gesamtausgabe (HEGA), die seit Mitte der 90er Jahre bei Breitkopf&Härtel Wiesbaden erscheint. [...]
Wolfgang Hufschmidt, ein Meister aus Essen, ist 1934 geboren. Als er das zehnte Jahr erreicht, hatte er fünf Friedensjahre und fünf Kriegsjahre erlebt. Er wuchs auf in der Stadt, die einst für Wilhelm II. und Hitler die Kanonen geschmiedet hatte und die nun zerstört am Boden lag. Der Sturm vom Paradiese her, von dem Walter Benjamin spricht, hatte sie vernichtet. Er begann mit religiöser Choralmusik und orientierte sich an der Madrigalkunst von Heinrich Schütz, aber mied die neoklassische Imitation und schrieb keine Glaubens-Operette. Hufschmidts Gott war der Gott der Armen. Sein Ziel, eine Utopie im Sinne Blochs, war die Schaffung eines musikalischen Kosmos. „Die Musik reagiert zumindest auf gesellschaftliche Verhältnisse und geht eigentlich davon aus, daß sich die Welt verändern müßte. So werden die Stoffe gewählt, und so ist meiner Ansicht nach auch der Impetus der Musik”, bekannte er 1995 in einem Gespräch. In der „Weißbrot-Kantate“ von Hanns Eisler geht die Rede von dem Armen-Priester San Berardo, dessen Paradieseswunsch ein „großes Stück weißen Brotes“ ist. Dem widmete auch Wolfgang Hufschmidt sein Künstlerleben. Möge sein Werk unvergessen bleiben, erneut entdeckt und zum Erklingen gebracht werden. (Auszug aus dem Nachruf für unseren langjährigen, sehr verdienten IHEG-Präsidenten Prof. Wolfgang Hufschmidt, verfasst von Dr. Gerhard Müller, Berlin)

Persönliche Erinnerung von seinem ehemaligen Studenten, Prof. Matthias Schlothfeld

Nachruf von Prof. Dr. Andreas Jacob, Rektor der Folkwang Universität der Künste