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Am 30. März war im Schauspielhaus die Premiere der bemerkenswerten Doppelinszenierung Die Maßnahme / Die Perser zu erleben. Eislers Musik zur Maßnahme wird von einem Laienchor und Instrumentalist/-innen des Gewandhausorchesters interpretiert. Die Leipziger Volkszeitung schrieb: Regisseur Enrico Lübbe gelingt es durch die voluminöse Kraft des Chores und das räumliche Arrangement, genau dieses Moment sicht- und spürbar zu machen: Die Auflösung des Individuums, das nur noch als Träger der großen Idee einen Wert besitzt. […] Das ist präzise abgestimmtes Spiel, und die Wucht der Masse wird erlebbar, ebenso die Schwierigkeit, sich ihr zu entziehen. Ein Stück unter Lübbes Regie, das einen Besuch des Leipziger Schauspiels lohnt. Am 4. und 5. Juni gastiert das Ensemble bei den renommierten Ruhrfestspielen Recklinghausen.

News

Bertolt Brecht/Hanns Eisler: Die Tage der Commune

Berliner Erstaufführung der Originalfassung. SiDat! Das Simon Dach Projekttheater führt 55 Jahre nach der BE-Premiere unter der Regie von Peter Wittig erstmals in Berlin wieder Die Tage der Commune auf. Die musikalische Leitung hat Uwe Streibel. Zu erleben ist das Stück am 17./18./19. November und am 18./19. Dezember jeweils um 19.30 Uhr.

 

Zwischen Welten – Call for Papers 2018

Zwischen Welten
Hanns Eisler und die Umbruchjahre
1918-38-48
 
Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung,
Freitag 1. bis Sonntag 3. Juni 2018
 
Kongresssprachen sind Deutsch und Englisch.
 
 Den 120. Geburtstag Hanns Eislers 2018 nimmt die Tagung zum Anlass, ausgehend von drei weiteren, zeitgeschichtlich bedeutsamen und für den Komponisten auch persönlich einschneidenden "8er-Jahren" künstlerisch-biografische Um- und Aufbrüche zu thematisieren.
 
 1918: Ende der Monarchie, Ende des Krieges, Ende des Kriegsdienstes und künstlerischer Aufbruch Eislers in eine neue Welt im Zeichen der Wiener Schule.
 
 1938: Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich, Aufbruch Eislers in die Neue Welt, ins amerikanische Exil.
 
 1948: Rückkehr Eislers aus dem Exil, Aufbruch in den Trümmern der alten Welt.
 
Wir freuen uns auf Beiträge, die sich mit diesen Umbrüchen im Werk sowie im künstlerischen Umfeld Hanns Eislers beschäftigen. Dabei sind sowohl historische als auch musiktheoretische Perspektiven willkommen. 
Vorschläge für Symposions-Beiträge (200 bis 250 Wörter) bitte bis 31. Oktober 2017 an iheg(at)hanns-eisler.de. Eine Benachrichtigung erfolgt bis zum 1. Dezember 2017.
 
Programmkomitee
Prof. Dr. Christian Glanz (mdw)
Prof. Dr. Hartmut Fladt (IHEG)
Dr. Peter Schweinhardt (IHEG)