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Berliner Erstaufführung der Originalfassung. SiDat! Das Simon Dach Projekttheater führt 55 Jahre nach der BE-Premiere unter der Regie von Peter Wittig erstmals in Berlin wieder Die Tage der Commune auf. Die musikalische Leitung hat Uwe Streibel. Premiere am 17. November 2017, Wiederaufnahme am 23., 24. und 25. Februar und letzte Vorstellungen noch am 17., 18. März 2018 zu sehen!

News

In Erinnerung an Wolfgang Hufschmidt

Ein Stück weißen Brotes…“ Zum Tode des Komponisten Wolfgang Hufschmidt Im Alter von 84 Jahren verstarb am 18. Juli in seiner Heimatstadt der Essener Komponist Wolfgang Hufschmidt. Als Rektor der Essener Folkwang-Hochschule und langjähriger Präsident der Internationalen Hanns-Eisler-Gesellschaft erwarb er sich bleibende Verdienste um die Entwicklung einer modernen Musikkultur, die gleichermaßen von sozialistischem Engagement wie von einer linken Befreiungstheologie im Sinne Dietrich Bonhoeffers, Martin Luther Kings und Camilo Torres‘ geprägt war. Als Pädagoge und Musikwissenschaftler setzte er sich maßgebend für Hanns Eisler ein, er war einer der Initiatoren und Förderer der neuen Hanns-Eisler-Gesamtausgabe (HEGA), die seit Mitte der 90er Jahre bei Breitkopf&Härtel Wiesbaden erscheint. [...]
Wolfgang Hufschmidt, ein Meister aus Essen, ist 1934 geboren. Als er das zehnte Jahr erreicht, hatte er fünf Friedensjahre und fünf Kriegsjahre erlebt. Er wuchs auf in der Stadt, die einst für Wilhelm II. und Hitler die Kanonen geschmiedet hatte und die nun zerstört am Boden lag. Der Sturm vom Paradiese her, von dem Walter Benjamin spricht, hatte sie vernichtet. Er begann mit religiöser Choralmusik und orientierte sich an der Madrigalkunst von Heinrich Schütz, aber mied die neoklassische Imitation und schrieb keine Glaubens-Operette. Hufschmidts Gott war der Gott der Armen. Sein Ziel, eine Utopie im Sinne Blochs, war die Schaffung eines musikalischen Kosmos. „Die Musik reagiert zumindest auf gesellschaftliche Verhältnisse und geht eigentlich davon aus, daß sich die Welt verändern müßte. So werden die Stoffe gewählt, und so ist meiner Ansicht nach auch der Impetus der Musik”, bekannte er 1995 in einem Gespräch. In der „Weißbrot-Kantate“ von Hanns Eisler geht die Rede von dem Armen-Priester San Berardo, dessen Paradieseswunsch ein „großes Stück weißen Brotes“ ist. Dem widmete auch Wolfgang Hufschmidt sein Künstlerleben. Möge sein Werk unvergessen bleiben, erneut entdeckt und zum Erklingen gebracht werden. (Auszug aus dem Nachruf für unseren langjährigen, sehr verdienten IHEG-Präsidenten Prof. Wolfgang Hufschmidt, verfasst von Dr. Gerhard Müller, Berlin)

Persönliche Erinnerung von seinem ehemaligen Studenten, Prof. Matthias Schlothfeld

Nachruf von Prof. Dr. Andreas Jacob, Rektor der Folkwang Universität der Künste

MUSICA NOVA: Hanns Eisler zum 120. Geburtstag

10. Oktober 2018, 20 Uhr, Gewandhaus zu Leipzig/Mendelssohn-Saal. Es erklingen die folgenden Werke von Hanns Eisler: Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben op. 70, Das Lied vom SA-Mann, Lied der Mariken, O Fallada, da du hangest, Moment Musical, Klavierstücke für Kinder op. 31, Fünf Elegien ("Hollywood-Elegien") (Bearbeitung für Gesang und kleines Ensemble von Steffen Schleiermacher), Sonate für Violine und Klavier ("Die Reisesonate"), Die Mausefalle – Zwei Lieder nach Texten von Christian Morgenstern, 3. Suite für Orchester op. 26 ("Kuhle Wampe") (Bearbeitung für kleines Ensemble von Steffen Schleiermacher)
Julia Sophie Wagner Sopran, Ensemble Avantgarde, Steffen Schleiermacher Leitung
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Special: Vorstellung des/der ersten Preisträger/in des Internationalen Hanns Eisler Stipendiums mit einem Werk und im Interview mit Steffen Schleiermacher.
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