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Die renommierte Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ), die bereits 1946 von Peter Lafite (1908–1951), Sohn eines Wiener Komponisten, promovierter Jurist und Musikpublizist, begründet wurde, verfügt bis zur Gegenwart über eine breite Leserschaft. Bereits in dieser Zeit wurde die Neue Musik in den Mittelpunkt der Publikation gestellt. Im Exil lebende Komponisten wie Eislers Lehrer Arnold Schönberg, aber auch Ernst Krenek, Egon Wellesz und weitere kooperierten. Heute besteht das namhafte Redaktionsteam aus Frieder Reininghaus (Hg.), PD Dr. Daniel Brandenburg (Hg.), Dr. Judith Kemp (Red.), Mag. Dr. Johannes Prominczel (Red.) und Julia Jaklin (MuWi).
Exklusiv für Mitglieder der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft (Berlin) gibt es aktuell das Angebot, solange der Vorrat reicht, ein Freiexemplar der Ausgabe 4/2012 mit dem Titel Hanns Eisler - Zuckerbrot und Peitsche zu erhalten. Bitte wenden Sie sich hierfür an die ÖMZ.
 

News

Trauer um Prof. Dr. Thomas Phleps

Der Editionsleiter Noten der Hanns Eisler Gesamtausgabe, Prof. Dr. Thomas Phleps, ist am 5. Juni 2017 im Alter von 61 Jahren ganz plötzlich und unerwartet verstorben. Phleps, der 1995 auf eine Hochschuldozentur für Musikpädagogik an die Justus-Liebig-Universität Gießen berufen wurde und dort seit 2003 als Professor für Musikwissenschaft und Musikpädagogik tätig war, legte seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf die politische Musik. Das verband ihn mit dem Komponisten Hanns Eisler, über den er bereits 1987 seine Promotion Hanns Eislers „Deutsche Sinfonie“. Ein Beitrag zur Ästhetik des Widerstands verfasst hatte. 1996 trat er der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft bei, 2010 übernahm er die Leitung der Gesamtausgabe.

Wir verlieren mit Thomas Phleps einen langjährigen Verbündeten in der Sache Hanns Eisler. In Gedanken sind wir bei ihm und seiner Familie.

... Nachruf von Dr. Ralf von Appen/JLU Gießen

Zwischen Welten – Call for Papers 2018

Zwischen Welten
Hanns Eisler und die Umbruchjahre
1918-38-48
 
Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung,
Freitag 1. bis Sonntag 3. Juni 2018
 
Kongresssprachen sind Deutsch und Englisch.
 
 Den 120. Geburtstag Hanns Eislers 2018 nimmt die Tagung zum Anlass, ausgehend von drei weiteren, zeitgeschichtlich bedeutsamen und für den Komponisten auch persönlich einschneidenden "8er-Jahren" künstlerisch-biografische Um- und Aufbrüche zu thematisieren.
 
 1918: Ende der Monarchie, Ende des Krieges, Ende des Kriegsdienstes und künstlerischer Aufbruch Eislers in eine neue Welt im Zeichen der Wiener Schule.
 
 1938: Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich, Aufbruch Eislers in die Neue Welt, ins amerikanische Exil.
 
 1948: Rückkehr Eislers aus dem Exil, Aufbruch in den Trümmern der alten Welt.
 
Wir freuen uns auf Beiträge, die sich mit diesen Umbrüchen im Werk sowie im künstlerischen Umfeld Hanns Eislers beschäftigen. Dabei sind sowohl historische als auch musiktheoretische Perspektiven willkommen. 
Vorschläge für Symposions-Beiträge (200 bis 250 Wörter) bitte bis 31. Oktober 2017 an iheg(at)hanns-eisler.de. Eine Benachrichtigung erfolgt bis zum 1. Dezember 2017.
 
Programmkomitee
Prof. Dr. Christian Glanz (mdw)
Prof. Dr. Hartmut Fladt (IHEG)
Dr. Peter Schweinhardt (IHEG)