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Die renommierte Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ), die bereits 1946 von Peter Lafite (1908–1951), Sohn eines Wiener Komponisten, promovierter Jurist und Musikpublizist, begründet wurde, verfügt bis zur Gegenwart über eine breite Leserschaft. Bereits in dieser Zeit wurde die Neue Musik in den Mittelpunkt der Publikation gestellt. Im Exil lebende Komponisten wie Eislers Lehrer Arnold Schönberg, aber auch Ernst Krenek, Egon Wellesz und weitere kooperierten. Heute besteht das namhafte Redaktionsteam aus Frieder Reininghaus (Hg.), PD Dr. Daniel Brandenburg (Hg.), Dr. Judith Kemp (Red.), Mag. Dr. Johannes Prominczel (Red.) und Julia Jaklin (MuWi).
Exklusiv für Mitglieder der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft (Berlin) gibt es aktuell das Angebot, solange der Vorrat reicht, ein Freiexemplar der Ausgabe 4/2012 mit dem Titel Hanns Eisler - Zuckerbrot und Peitsche zu erhalten. Bitte wenden Sie sich hierfür an die ÖMZ.
 

News

Wessen Platte ist die Platte?

Wessen Platte ist die Platte? Die Alliierten und ein Schallplattenlizenzionär namens Ernst Busch: Dr. Carola Schramm (Ernst Busch-Gesellschaft e.V., Berlin) berichtet über die Wiederentstehung der Schallplattenindustrie in Deutschland nach 1945. Sie recherchierte wenig bekannte Fakten und stellt diese sowie interessante Musik aus der Nachkriegszeit, darunter auch einige Lieder von Hanns Eisler, vor. Der Vortrag mit Musikbeispielen findet am 12.5.2017 um 18.30 Uhr im Berliner Café Sibylle statt.

CD Hanns Eisler Lieder Vol. 1 erschienen

Am 3. April ist bei Dabringhaus und Grimm die erste von vier CDs erschienen, die der Sänger Holger Falk und der Pianist Steffen Schleiermacher in Kooperation mit dem Deutschlandfunk produziert haben. Cofinanziert wird das Projekt von der Hanns und Steffy Eisler Stiftung. Ändere die Welt, sie braucht es - Hanns Eisler hat sich dieser Aufforderung nicht entzogen. Zwischen Weltwirtschaftskrise und Drittem Reich versuchte der überzeugte Kommunist, mit den Mitteln seiner Musik Einfluss zu nehmen. Die CD enthält Stücke aus der Zeit zwischen 1929 und 1937, zu denen fast ausschließlich Bertolt Brecht die Texte lieferte; eine längst fällige Rehabilitation des lange Zeit vor allem als DDR-Staatskünstler wahrgenommenen Komponisten.

Schauspiel Leipzig: Die Maßnahme / Die Perser

Am 30. März war im Schauspielhaus die Premiere der bemerkenswerten Doppelinszenierung Die Maßnahme / Die Perser zu erleben. Eislers Musik zur Maßnahme wird von einem Laienchor und Instrumentalist/-innen des Gewandhausorchesters interpretiert. Die Leipziger Volkszeitung schrieb: Regisseur Enrico Lübbe gelingt es durch die voluminöse Kraft des Chores und das räumliche Arrangement, genau dieses Moment sicht- und spürbar zu machen: Die Auflösung des Individuums, das nur noch als Träger der großen Idee einen Wert besitzt. […] Das ist präzise abgestimmtes Spiel, und die Wucht der Masse wird erlebbar, ebenso die Schwierigkeit, sich ihr zu entziehen. Ein Stück unter Lübbes Regie, das einen Besuch des Leipziger Schauspiels lohnt. Am 4. und 5. Juni gastiert das Ensemble bei den renommierten Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Neue CD mit Eislers Filmmusik erschienen

Beim österreichischen Label Capriccio Digital ist in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur eine bemerkenswerte CD mit sehr wenig gehörter Eisler-Filmmusik erschienen. Eingespielt wurden die Titel vom Rundfunk-Sinfonierchester Berlin unter der Leitung von Johannes Kalitzke. Zu entdecken ist die Filmmusik zu Hangmen Also Die, zu The 400 Million und The Grapes for Wrath. Ebenfalls zu hören sind die Kleine Sinfonie und die Hörfleißübung.